Klavierquartette und Klaviertrios von Mozart, Schumann und Grün

Sonntag, 27. Mär. 2011  19:00 Uhr  Scenario Halle

Klavierquartette und Klaviertrios von Mozart, Schumann und Grün

Aureli Blaszczok/Violine, Sally Clarke/Bratsche, Eva Böcker/Cello, Annemi Egri/Klavier

Ein illustres Klavierquartett, worin einige der besten AMusik-Solisten zusammenfanden, eröffnet die AMusik-Saison im Tempel: AMusik-Gründerin Annemi Egri am Klavier, dazu Aureli Blaszczok (Violine), Sally Clarke (Viola) und Eva Böcker (Violoncello).

Es beginnt mit einem der ersten Werke für diese Besetzung überhaupt, Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierquartett Nr. 1 in einer seiner „Schicksalstonarten“ g-Moll, hier geradezu orchestral ausgreifend – fast schon ein Klavierkonzert für die Kammer!

Am Ende steht das Klavierquartett von Robert Schumann, komponiert im selben Jahr (1842) und in der gleichen Tonart (Es-Dur) wie das berühmtere Klavierquintett. Aber was für ein Unterschied! Das Quartett ist abgründiger, rätselvoller, dunkel pulsender, sogar der Komponist zog es dem klangprächtigen, eher unbekümmerten Schwesterwerk vor.

Dazwischen erklingt das Klaviertrio des Karlsruhers Andreas Grün, anderthalb Jahrhunderte später geschrieben und doch mit hörbarem Bezug zu dieser klassisch-romantischen Tradition. Vom Heavy Metal seines hämmernden Beginns und mit knapp an Schumann vorbeischlitternden Kantilenen, die sich dann irgendwo im Nirwana verlieren, spannt das Werk über den vielleicht kürzesten langsamen Satz der Musikgeschichte einen großen Bogen zu einem entfernt an Schostakowitsch gemahnenden, vermutlich tragischen Ende. Ebenfalls ganz großes Kino.