Sextette von Dohnányi und Penderecki,

Sonntag, 23. Okt. 2011  19:00 Uhr  Scenario Halle

Sextette von Dohnányi und Penderecki,

Es spielt das „Ensemble AMusik“

mit Aureli Blaszczok/Violine, Sally Clarke/Bratsche, Eva Böcker/Cello, Bettina Beigelbeck/Klarinette, Peter Bromig/Horn und Annemi Egri/Klavier.

 Das „Ensemble AMusik“ stellt sich vor beim letzten AMusik-Konzert der Saison. Diesmal greifen Annemi Egri und ihr „Stammpersonal“ aus bis zum Sextett, bestehend aus einem Klavierquartett plus Klarinette und Horn. Für diese Besetzung gibt’s zum Beispiel das Sextett C-Dur (1935) des Ungarn Ernst von Dohnányi, dessen Opus 1, ein Klavierquintett, Johannes Brahms einst sehr bewunderte. Und das prägt natürlich: Dohnányi blieb zeitlebens Brahmsianer, auch wenn er seinen Guru harmonisch-melodisch und klangfarblich dann doch sehr viel weiter in die Spätromantik hineintrieb. Auch der Pole Krzysztof Penderecki (* 1933) steuerte ein solches Sextett bei, uraufgeführt 2000 in Wien, eine Arbeit des Spätstils und Hauptwerk der Penderecki'schen Kammermusik. Was allerdings nicht so schwer ist: Der Pole wurde bekannt als Komponist der großen Form, Oper und Oratorium vor allem, weniger des Intimen, des „in der Kammer“ Aufführbaren. Aber Spätstil hin oder her – Pendereckis Sextett in zwei Sätzen ist so virtuos wie nachdenklich, sozusagen Rückschau und Vorausblick. Kontrastiert wird das Programm durch eine Uraufführung des Karlsruher Komponisten Uwe Kremp, dessen Stück mit dem Titel "Mnemosyne" eine monochrome Studie für Klaviertrio darstellt.