Sina Nossa

Samstag, 22. Okt. 2011  20:30 Uhr  Scenario Halle

Sina Nossa

mit neuem Album Alforria auf Tour

Ihre Leidenschaft für den Fado brachte sieben Musiker aus Nordrhein-Westfalen zusammen. Fünf Portugiesen, ein Brasilianer und ein Deutscher gründeten 2005 Sina Nossa – zu Deutsch: unsere Bestimmung. Zwar ist der Fado die treibende Kraft, doch wer bei Sina Nossa ein klassisches Fado-Ensemble erwartet, wird überrascht sein. Die Musiker verschmelzen ihre musikalischen Wurzeln mit Elementen aus Klassik, Jazz, Pop und Folklore, bringen ihre unterschiedlichen musikalischen Charaktere mit ein und prägen so ihren eigenen, unverwechselbaren Stil. Die Melancholie und der Weltschmerz desF ado treffen hier ohne Pathos auf Rhythmus, heitere Beschwingtheit und Lebensfreude. Die außergewöhnliche Besetzung tut ihr Übriges: Neben der PortugiesischenGitarre sorgen klassische Gitarren, Kontrabass, Piano, Akkordeon und Perkussionf ür einen natürlichen, temperamentvollen und warmherzigen Wohlklang.

Nicht umsonst trägt das neue Album den mehrdeutigen Titel Alforria, der freiübersetzt Freibrief bedeutet. Im gleichnamigen ersten Song des Albums bezieht sich das Entlassen in die Freiheit auf eine sterbende Liebesbeziehung. Doch Sina Nossa beansprucht den Freibrief auch für den respektvollen, aber dennoch unkonventionellen Umgang mit der Fado-Tradition. Interpretierte man früher auch die bekannten Klassiker von Amália Rodrigues und Carlos do Carmo, so konzentriert sich das Ensemble jetzt immer mehr auf eigene Kompositionen. Die sanfte, sinnliche Stimme von Anabela Ribeiro entführt die Zuhörer in eine poetische Welt. Neben eigenen Texten vertont die Gruppe Texte von Lyrikern aus dem lusophonischen Raum, unter anderem ein Gedicht des portugiesischen Dichters Fernando Pessoa – Cansasentir quando se pensa (Es macht so müde, beim Nachdenken zu fühlen). Für Songs wie Há um sorriso na lua (Der Mond trägt ein Lächeln), Amor sem ciume (Liebe ohne Eifersucht), Ser fadista como eu (Eine Fadosängerin wie ich) oder die Liebeserklärung an das Meer bei Sagres lieferte Zabel Moita die Texte. Die bekannte Keramikerin war mit Amália Rodrigues befreundet und widmete der Königin des Fado einige Gedichte, die aber vor deren Tod 1999 nicht mehr vertont wurden. Der in Portugal lebende Afro-Brasilianer Marcelo Penna, Komponist, Sänger, Instrumentalist und Schauspieler, trug die Lyrics zu Alforria (Freibrief) und O que seria da canção (Was wäre aus diesem Liedgeworden) bei. Die in Rio de Janeiro geborene und in Deutschland lebende Sängerin Patricia Cruz lieferte den Text für Entoda da vida (Lebensrhythmus).

 

Besetzung:

Anabela Ribeiro – Gesang, Ivo Guedes – Portugiesische Gitarre,

André Krengel – Gitarre, Adélio Lopes – Akkordeon, André de Cayres –Kontrabass,

Jorge Rodrigues – Perkussion, Gesang, Armindo Ribeiro – Piano, Gesang