Martin Tingvall

Sonntag, 20. Jan. 2013  20:00 Uhr  Scenario Halle

Martin Tingvall

Das Konzert findet trotz der aktuellen Wettersituation statt!

Martin Tingvall ist ein Sonderfall. Ein sehr angenehmer Sonderfall, wohlgemerkt - und ein sehr erfolgreicher dazu: Der schwedische Pianist hat sich mit seinem feinen Gespür für Melodien einen Ausnahmestatus erspielt, ganz leise, unaufgeregt und zurückhaltend im oft so lauten Musikzirkus. Und das, ohne sich auf ein Genre festzulegen: Sein Tingvall-Trio gehört zu den derzeit erfolgreichsten europäischen Jazz-Acts, in Deutschland wurde die Formation bereits drei Mal mit dem Jazz-ECHO ausgezeichnet, zuletzt unter anderem mit dem Publikumspreis als bester Live-Act. Doch der Wahlhamburger ist auch als Mann hinter den Kulissen sehr gefragt, als Komponist für TV- und Kinoproduktionen und als Songwriter für eine Reihe von Künstlern verschiedenster Couleur. Für Aufsehen über Branchenkreise hinaus sorgte besonders seine Arbeit mit Udo Lindenberg, zu dessen vielfach prämiertem Comeback-Album „Stark wie zwei“ Martin Tingvall  einige Titel beisteuerte, darunter Lindenbergs Hit „Wenn du durchhängst“.

Nun hat Martin Tingvall erstmals ganz allein für sich komponiert, für Solo-Piano, und vor allem für seine persönlichen Vorlieben und Eigenheiten an seinem Instrument. Das daraus entstandene Album „en ny dag“ (Ein neuer Tag) klingt in jedem Ton nach Tingvalls skandinavischer Heimat - und ist in Deutschland direkt auf Platz fünf der Jazz-Charts eingestiegen. Mit diesem Wind im Rücken begibt er sich auf seine im Dezember beginnende Solo-Tournee, auch dies Neuland für Martin Tingvall:

„Im Trio sind wir drei Personen, die auf der Bühne musikalisch miteinander kommunizieren, und das ist natürlich etwas völlig anderes, als wenn ich ganz allein am Klavier dem Publikum eine Geschichte erzähle“, hebt Tingvall die Unterschiede zu den parallel weiterlaufenden Trio-Konzerten hervor. „Es geht mir um Betrachtungen, Stimmungen, um die Atmosphäre hinter den Stücken. Es ist ein sehr persönliches Konzert, und es ist für mich auch noch immer ungewohnt und aufregend, den gesamten Abend ohne Band zu bestreiten.“