Mélissa Laveaux „Dying Is a Wild Night

Donnerstag, 26. Sep. 2013  20:30 Uhr  Scenario Halle

Mélissa Laveaux „Dying Is a Wild Night"

Popmusik, wie man sie 2013 hören will.

Support: LIv Wagner "Solo"

Frisch und leidenschaftlich die Stimme. Persönlich bis verstörend die Texte. Die Arrangements betont rhythmisch und elektronisch. Und die Songs? Explodieren förmlich vor Kreativität. Ganz klar: Mélissa Laveaux ist zurück und erfindet sich auf „Dying Is a WildNight" erst einmal neu. Und neu heißt hier wirklich neu. Aus dem Folkie wird ein Club-Act.  Mit der nötigen Portion Cleverness verleiht Laveaux ihrem vormals akustischen und weltmusikhaftem Folk entwurf durch zeitgemäße Beats eine selbst bewusste, poporientierte Dringlichkeit. „Dying is a Wild Night" ist Popmusik, wie man sie 2013 hören will.

Die ersten Skizzen zu „Dying Is a Wild Night" fertigte Laveaux zusammen mit der bekannten französischen Jazztrommlerin Anne Paceo, die für die oft überraschenden Rhythmus wechsel verantwortlich zeichnet (Mélissa selbst ist seit Jahren eine große Bewunderin des schwedischen Perkussion/Gesang-Duos Wildbirds & Peacedrums). Danach traf man sich im Studio mit dem Schlagzeuger Vincent Taeger (Air, RokiaTraoré), dem Pianisten Vincent Taurelle (Françoise Hardy, Air) und dem Gitarristen Ludovic Bruni. Sie überarbeiteten einige der Tracks und sorgten für die üppigen Klangtexturen. Es sind solchebildgewaltigen Vorstellungen, die zusammen mit den zeitgemäßen Arrangements,den eingängigen Melodien und den intimen Texten „Dying Is a Wild Night" zu einem wagemutigen Album machen. Musik,die Herz, Verstand und Seele gleichzeitig anspricht.

Liv Wagner

Eine Violine, ein Holzspielzeug, ein Akkordeon, eine Melodika, eine Loopstation – unzählige Fundstücke helfen der bezaubernden Liv Solveig Wagner alias Liv., den Sound zu erzeugen, den sie braucht, um ihre gefühlvolle, fast schon kindliche und unverwechselbare Stimme zu begleiten und uns damit auf rätselhafte Art zu treffen. Mit reinem Songwriting hat die Arbeit der Musikerin mit deutsch-norwegischen Wurzeln nicht viel gemein, denn vielmehr schreibt, dichtet, arrangiert, dirigiert, baut sie Songs, die Bestand haben und gerade durch ihre Komplexität und Schönheit umso mehr ins Herz rutschen. Urbane und zugleich folkig pulsierende Musik versetzen mal an ein skandinavisches Kaminfeuer, dann wieder in eine unruhige, schmerzlich anziehende Großstadt.

Interview http://sz-magazin.sueddeutsche.de/blogs/musikblog/456/wir-haben-keinen-bock-auf-schlechte-musik/