Arne Jansen Trio

Freitag, 29. Nov. 2013  20:30 Uhr  Scenario Halle

Arne Jansen Trio

Mit neuer CD auf Tour!

Endlich! Den Blick gen Himmel gerichtet, ist man versucht, einen Aufschrei der Erleichterung auszustoßen. Einen Jazzgitarristen vom Format des jungen Arne Jansen hat es in Deutschland seit Jahrzehnten nicht gegeben. Vielleicht noch nie. Wolf Kampmann, Jazzthetik

Wer den Berliner Gitarristen Arne Jansen einmal gehört hat,wird seinen Ton so schnell nicht wieder los. Dieses passionierte Wühlen in der warmen Vielfalt der elektrischen Gitarre, in dem sich stets zaghaftes Understatement mit spielerischer Wollust mischt. Diese klanggewordene Menschlichkeit, die immer das Besondere im Alltäglichen sucht, Ruhe ausstrahltund doch selbst nie zur Ruhe kommt, weil sie eben immer am Suchen ist. Ja, ArneJ ansen ist ein besonderer Gitarrist. Mit seinem bislang dritten Album, seinem ACT-Debüt „The Sleep Of Reason" erzählt er einmal mehr eine ganz persönlicheGeschichte.

Jansen vermeidet es, einen allzu direkten Soundtrack zu Goya-Gemälden abzuliefern. Ihm geht es vor allem darum, was diese Bilder in ihm selbst ausgelöst haben. Obgleich er einige Reproduktionen Goyas während der Produktion im Studio aufgestellt hat.  Spanische Einflüsse einzubringen wäre auch nicht ehrlich gewesen. Stattdessen mischt er jazzige und rockig hymnische Klangwelten. Goya war bekanntlich ein Einzeltäter, doch Jansen sucht esich eine Reihe von Verbündeten, um sein Farbspektrum so reich wie möglich auszuschöpfen. Er begann die Stücke in seinem Trio mit Schlagzeuger EricSchaefer und Bassist Andreas Edelmann zu entwickeln und immer weiteraufzubauen, merkte jedoch, dass etwas fehlt. Jansen ging nach Hamburg, um dort zusätzliche Tracks mit dem Keyboard-Forsche Friedrich Paravicini einzuspielen, der außer Hammond-Orgel, Cembalo, Vibrafonund Cello die Zauberklänge des Ondes Martenot, eines prähistorischenelektronischen Keyboards beisteuerte. Am Ende steht ein komplexes Meisterwerk, das den Vergleich mit den gemalten Vorlagen nicht zu scheuen braucht, weil es weder abbildet noch kommentiert.