Sizarr

Freitag, 8. Feb. 2013  21:00 Uhr  Scenario Halle

Sizarr

Vanguarde und Tempel präsentieren

 
AUSVERKAUFT

Man sollte es sich mit dieser Band nie zu einfach machen. Man sollte nicht der Versuchung erlegen, Sizarrs biografischem Buzz mehr Aufmerksamkeit zu schenken als nach ihrem nun vorliegenden, phänomenalen Debüt überhaupt noch übrig sein kann. Klar, als das 2009 losging mit Sizarr, da warenF abian (voc), Philipp (synths, voc) und Marc (drums, percussion) für die Reifed er bald von ihnen zu erwartenden Musik erstaunlich jung. Und natürlich, wenn man sich diese Musik in einem Städtchen wie Landau ausdenkt, dann passiert das auf einem unverkennbaren Nebenschauplatz hiesiger Popkultur.

Doch das wo ist nicht mehr wichtig. Sizarr sind tatsächlich das in diesen Tagen allerbeste Beispiel füreine neue Generation von Bands. Einer Generation von Bands, der nichts ferner liegt als die Selbstgenügsamkeit, es mit möglichst angepasster Weichzeichnungvon jugendlichen Sehnsüchten bis ganz nach oben zu schaffen. Zum Glück sind Sizarr schon viel weiter. Dank des Internets blickten sie von Anfang an über den Status Quo nationaler Popkultur hinaus, waren nich abhängig von den Einflüssen einer geografischen Szene. Von Anfang an musste ihre Musikl osgelöster, fortschrittlicher und aufregender sein, denn langweilig gab es ja die ganzen letzten Jahre schon.

Von Anfang an war auch klar, dass Sizarr das ganze Ding besser selber machen, dass sie ihren Antrieb und ihre Identität nicht aus der Enge eines Städtesounds oder einer regionalen Nischenkultur beziehen, sondern überalldaher, wo sie es wollen. Dieses Selbstbewusstsein sprach sich schnell herum. Nachdem die Rohfassungen der ersten Songs im Netz kursierten, wurden sie auf Festivals gebucht. Sie spielten das Melt!, das On3 Festival, das BerlinFestival, Iceland Airwaves, Eurosonic, Dockville und das Reeperbahnfestival. Sie tourten mit Kele und wurden als Support für Broken Bells engagiert. Große Plattenfirmen und die Presse wurden hellhörig, es erschienen Artikel in vielenZeitschriften, darunter The Guardian, der Süddeutschen, in Intro, im Musikexpress und in der Spex. Im September wurde das Debutalbum veröffentlicht,das auf Anhieb in die Top 100 der deutschen Albumcharts einstieg.